Weintrauben und Wappen der Stadt Ingelfingen
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Stadt Ingelfingen - Staatlich anerkannter Erholungsort - Innenhof vom Schwarzer Hof und Ortsansicht
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Criesbach

Geschichtliches

Criesbach im Kochertal

Der Struktur seines Namens zufolge, dem vermutlich ein Personenname zugrunde liegt, handelt es sich bei Criesbach um eine Ausbausiedlung des frühen Mittelalters.

Die erste Erwähnung datiert um die Wende vom 11. zum 12. Jahrhundert (Criegesbach; 1240 Crigesbach).
Güter in Criesbach gehörten um 1100 zur Schenkung der Edelfrau von (Kocher-) Stein an das Kloster Komburg. 1240 tritt einmalig ein Dürner Ministeriale von Crigesbach in Erscheinung, der seinen Sitz möglicherweise auf einer im Nordwesten des Dorfs gelegenen Burg hatte, die aber längst restlos verschwunden ist (Flurname Burgstall).

Die Gemeinde machte vor allem im späteren 16. Jh. von sich reden, als sie mit ihrer Ingelfinger Nachbarschaft in heftigem Streit lag wegen Eigentums -und Nutzungsrechten am gemeinen Wasen, an der Pföt und an der Wüstung Braunsberg. Die Angelegenheit wurde 1596 beigelegt, nachdem ein Rechtsgutachten der juristischen Fakultät in Leipzig eingeholt worden war.

Criesbach im Kochertal

Um 1790 zählte man in Criesbach etwa 330 Einwohner. Deren Hauptnahrungsquelle war der Weinbau. Daneben bemühten sich die meisten Einwohner, ihren Eigenbedarf an Brotgetreide selbst anzubauen.

Die landwirtschaftlich genutzte Fläche verteilte sich am Ende des 18. Jh. zu etwa 36 Prozent auf Weinbau, zu 52 Prozent auf Ackerland und zu 10 Prozent auf Wiesen. Zur gleichen Zeit lebten im Ort 49 Weingärtner, 14 Bauern und einige Handwerker.

Eine Kelter, an der anfänglich neben der Herrschaft Hohenlohe vor allem das Kloster Amorbach beteiligt war, ist seit der Mitte des 14. Jh. bezeugt. An der Gemarkungsgrenze zu Niedernhall, links des Kochers, bestand bereits im 16. Jh. ein im Auftrag des Grafen von Hohenlohe betriebenes Salzwerk. Um 1604 wurde es auf die rechte Seite des Flusses verlegt, mangels Rentabilität aber eingestellt und als Gärtnerei kurzfristig umgenutzt. Der Abbruch der Gebäude erfolgte 1722.

Um 1791 bestand der Ort aus 52 Häusern und 29 Scheunen. Eine auch für Fuhrwerke taugliche Brücke über den Kocher ließ die Gemeinde 1776 auf ihre Kosten bauen; davor existierte nur ein Holzsteg für Fußgänger.

Schon im Mittelalter gehörte Criesbach, das nie über eine eigene Kirche oder Kapelle verfügte, zur Pfarrei Ingelfingen.

Aktuelle Hinweise

Criesbach am Kocher ist bekannt als Weinort - in der Kelter in Criesbach findet das jährliche Weinfest mit der Wahl der "Hohenloher Weinkönigin" statt.
Vom Criesbacher Sattel, Aussichtspunkt im Kochertal, beginnt der bekannte "Georg-Fahrbach-Wanderweg" von Criesbach nach Stuttgart.

674 Einwohner
362 ha Fläche
http://www.criesbach.de

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