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PersönlichkeitenGraf Ludwig CasimirLudwig Casimir wurde am 17. Januar 1517 in Waldenburg geboren. Ludwig Casimirs Mutter Praxedis, geborene Gräfin von Sulz, starb schon 1521. 1529 heiratete sein Vater Georg I. Helene, die Tochter Truchsess Georg von Waldenburg, des Bauernjörg. Zwischen dem jungen Ludwig Casimir und seiner Stiefmutter bestand kein gutes Verhältnis. 1527 schickte ihn sein Vater nach Tübingen zur Hochschule. Seine Jugend verbrachte Ludwig Casimir teils auf Reisen, teils in Weikersheim und Langenburg und nur ganz selten in Waldenburg. 1540 heiratete er in Römhild (Thüringen) Anna, die Tochter des Grafen Otto zu Solms-Laubach, Halbschwester Philipp des Großmütigen Landgraf zu Hessen, einer der wichtigsten lutherischen Landesfürsten. Ludwig Casimir war schon früh ein eifriger Anhänger Luthers. 1544 und 1551 durfte er das Haus Hohenlohe auf den Reichstagen zu Speyer und Augsburg vertreten. Im März 1551 starb Ludwig Casimirs Vater Georg I., der Stammvater aller heute noch aktiven Linien des Gesamthauses Hohenlohe. Sein ältester Sohn Ludwig Casimir war schon 34 Jahre alt, verheiratet und regierungsfähig. Ludwig Casimir übernahm Schloß und Amt Neuenstein sowie die Ämter Ingelfingen, Döttingen, Forchtenberg, Hollenbach, Kirchensall, Langenbeutingen, Michelbach am Wald, Weikersheim und Zweiflingen und die Kondominate Künzelsau und Niedernhall. Ludwig Casimir unterhielt gute Kontakte zu Kaiser Maximilian II. Dieser verlieh ihm den Ehrentitel eines kaiserlichen Rates. In den 17 Jahren seiner Regierung ist es Ludwig Casimir gelungen, Hohenlohe auf dem Weg vom Mittelalter in die Neuzeit wesentlich voranzubringen. Das wichtigste Werk des Grafen Ludwig Casimir ist die Einführung der Reformation in Hohenlohe. Zusammenfassend kann festgestellt werden, Graf Ludwig Casimir war eine der bedeutendsten Persönlichkeiten des Hauses Hohenlohe. Zum Ursprung des Ingelfinger Kasimirle gibt es einige Meinungen. Helmut Rössler schreibt 1952 „Graf Ludwig Casimir habe 1551 in Ingelfingen die Reformation eingeführt. Die Bürger der Stadt seien darüber so begeistert gewesen, dass viele kleine Ingelfinger auf den Namen Kasimir getauft wurden. Der Spitzname sei geboren worden und habe sich bis zum heutigen Tag gehalten.“ Anmerkungen von Altbürgermeister Heinrich Ehrmann: David Chyträus (Kochhaff)geb. am 26.2.1530 als Pfarrersohn in Ingelfingen. Professor Theol. in Rostock,
Begründer der Univ. Helmstedt 1576, gest. am 25.6.1600. Graf Christian Kraftgeb. am 15.07.1668 zu Langenburg, gest. am 02.10.1743 in Ingelfingen, Erbauer des Neuen Schlosses Graf Philipp Heinrichgeb. am 10.09.1702, gest. am 05.04.1781, regierte als Administrator von 1743 - 1781 Fürst Heinrich Augustgeb. am 10.07.1715, gest. am 13.02.1796, Reichsfeldmarschall des Fränkischen Kreises und Preuß. Generalfeldzugmeister. Ihm wurde zur Goldenen Hochzeit im Jahre 1793 das 1980 in den Schlosspark umgesetzte Denkmal gewidmet. Fürst Friedrich Ludwiggeb. am 31.1.1746, gest. am 15.2.1818, Generalinspekteur der schlesischen Füsilierbataillone
sowie Gouverneur von Bayreuth und Breslau. Johann Georg Gemündergeb. am 13.4.1816 in Ingelfingen, wanderte 1847 nach Amerika aus, berühmter Geigenbauer. Caesar FlaischlenSchriftsteller, geb. am 12.5.1864 in Stuttgart, gest. am 16.10.1920 in Gundelsheim, lebte 1918/1920 im Neuen Schloss in Ingelfingen. Er schrieb Dramen, Gedichte und lyrisch getönte Prosa (z.B. "Hab Sonne im Herzen..."). Otto Kirschmergeb. am 24.3.1898 in Ingelfingen, gest. am 9.1.1967 in Darmstadt; o. Prof. em. Dr. Ing., Dr. Ing. E.h., Lehrstuhlinhaber und Direktor des Instituts für Hydromechanik und Wasserbau Darmstadt, Vorstand des Wasserbau-Forschungsinstituts Übernach am Walchensee. Verfasser des reizenden Buches "Auch Professoren sind Menschen". Christian Bürkert, Ingenieurgeb. 04.05.1915, gest. 21.10.1971. Er stammte vom Bühlhof und gründete 1946 die Firma gleichen Namens, die er von einem Einmannunternehmen zu einem weltweit anerkannten Industrieunternehmen der Mess-, Steuer- und Regeltechnik ausbaute. Besondere Anliegen waren ihm die Forschung & Entwicklung, der Standort Ingelfingen und die Ausbildung junger Menschen zu qualifizierten Facharbeitern. Er kümmerte sich darüber hinaus um die Umschulung von Landwirten, die wegen zu kleiner Hofgröße in der Landwirtschaft kein Auskommen mehr hatten und nicht als Hilfsarbeiter in die Ballungsräume abwandern sollten. Die Unternehmensgruppe Bürkert zählt heute weltweit über 1.700 Beschäftigte, Hauptsitz ist Ingelfingen. Christian Bürkert verstarb 1971 beim Absturz seines Flugzeuges über dem Atlantik. Senator e.h. Dr. h.c. Georg Fahrbachgeb. am 6.4.1903 in Criesbach, gest. am 12.2.1976 in Stuttgart. Ausbildung im württ. gehobenen Verwaltungsdienst mit Abschluss der württ. Staatsprüfung im Jahre 1925; Tätigkeit bei der Württ. Hypothekenbank, dort mit 28 Jahren Bestellung zum Prokuristen. Mit 31 Jahren Ernennung als stellvertr. Vorstandsmitglied der Bank und damit der jüngste deutsche Hypothekenbankdirektor. Wenige Jahre später ordentl. Mitglied des Vorstandes. Nach dem Krieg vergrößerte sich dieses Unternehmen unter seiner Leitung von einer Bilanzsumme im Jahre 1945 mit 40 Mio. Reichsmark auf 3,2 Mrd. DM im Jahre 1972. Rund 40 Jahre Tätigkeit als Vorsitzender des Schwäbischen Albvereines, er präsidierte zahllose Heimat- und Wandervereine, das Deutsche Jugendherbergswerk, gründete die Deutsche Wanderjugend und die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Heimat-, Wander- und Naturschutzverbände, eine Dachorganisation mit etwa 2 Mio. Mitglieder. Ab 1969 war er außerdem Präsident der europäischen Wandervereinigung und förderte damit den Wandergedanken weit über die deutschen Grenzen hinaus. Seine Heimatgemeinde Criesbach würdigte ihn mit der Ernennung zum Ehrenbürger anlässlich seines 60. Geburtstages. Bekannt der nach ihm benannte "Georg-Fahrbach-Wanderweg" von Criesbach nach Stuttgart. Johann Gottfried Eichhorngeb. am 16.10.1752 in Dörrenzimmern als Sohn des Pfarrers Johann Georg Eichhorn, gest. am 27.6.1827. 1774 Rektor des Gymnasiums in Ohrdruf, 1775 Professor der orientalischen Sprachen in Jena, wo er auch eine Reihe von Abhandlungen über Geschichte und Sprache des Morgenlandes schrieb. Ab 1788 Vorlesungen an der Universität in Göttingen. Sein Sohn ist der berühmte Rechtsgelehrte Karl-Friedrich Eichhorn, gest. im Jahre 1854. Ministerialdirektor Philipp von Haaggeb. am 4.6.1860 in Hermuthausen, gest. am 7.1.1930 in Stuttgart. Posthume Verleihung des Ehrenbürgerrechts von Hermuthausen am 4.6.1930. Philipp von Haag war der jüngste Bruder der beiden Schultheißen Haag aus Hermuthausen. Nach dem Besuch der Realschule in Künzelsau studierte er in Tübingen. Bereits als junger Beamter wurde er Dank seiner Fähigkeiten und Kenntnisse an das Innenministerium in Stuttgart berufen, wo er einen seltenen Aufstieg als Beamter erlebte und später den persönlichen Adel erhielt. Eine von ihm gewährte Stiftung ermöglichte bis nach dem letzten Weltkriege die Finanzierung eines alle zwei Jahre wiederkehrenden Kinderfestes in Hermuthausen. Trotz hohen Amtes und vielen Ehrungen von König und Staat blieb er der treue Sohn seiner Heimatgemeinde Hermuthausen, wie es in der Chronik heißt. In verschiedenen Schriften befasste er sich insbesondere mit dem kulturellen und dem familiengeschichtlichen Bereich in Hermuthausen. Mit dem sogenannten "Hofbüchle" gab er den Bauern ein kleines Abbild des Grundbuchs in Taschenformat zur Hand. Kontakt Stadt Ingelfingen Postfach 7 Öffnungszeiten Montag bis Freitag: Montag: Donnerstag:
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